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Presse

Frankfurter Rundschau, 16. April 2015
Geschichten aus den Kasernen -
Buch über die Präsenz der US-Truppen am Woog
Autor: Daniel Baczyk

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Hier der Text noch einmal für Google:
Bei einer Feierstunde zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Darmstadt ist jetzt im Literaturhaus ein Buch über die Präsenz der US-Truppen in Darmstadt vorgestellt worden. Enthalten ist darin auch die fast vergessene Geschichte der „Darmstädter 53“: In diesem Fall, Schauplatz war die Cambrai-Fritsch-Kaserne in Darmstadt am 18. Juli 1971, wurde der latente Rassismus innerhalb der US-Streitkräfte besonders augenscheinlich.
Mit lauter Countrymusik vom Tonbandgerät waren weiße GIs in eine Party von schwarzen Kameraden geplatzt. „Wie das rote Tuch auf den Kampfstier“ wirke diese traditionelle Musik der weißen Siedler auf schwarze Amerikaner, schrieb seinerzeit das Darmstädter Echo. Folge der Provokation war die Massenschlägerei, bei der mehr als 20 Soldaten Verletzungen davontrugen.
Bogen bis zur Konversion
Der Kommandeur der Einheit stellte einen einzigen Teilnehmer der Prügelei unter Arrest, Laron Dickson, einen Schwarzen. Dagegen protestierten 52 ebenfalls schwarze Kameraden Dicksons. „Warum nehmt ihr nur einen Bruder fest, warum nicht uns alle“, riefen sie – und wurden daraufhin tatsächlich allesamt inhaftiert. Rund 63 Jahre lang waren Einheiten der amerikanischen Armee in mehreren Kasernen der Stadt stationiert – vom Einmarsch der Weltkriegssieger am 25. März 1945 bis zum feierlichen Einholen des Sternenbanners in der Cambrai-Fritsch-Kaserne am 8. August 2008. Diese Geschichte wird in ihren Grundzügen nachgezeichnet in dem Büchlein „American Darmstadt – von der Befreiung bis zur Konversion“ der Autorin Antje Voutta, das zum 70. Jahrestag der Befreiung Darmstadts von der NS-Diktatur erschienen ist. Die auf den Abzug folgende Übergangsphase in den jahrelang leer stehenden Kasernen bis hin zur beginnenden Neubesiedlung ist in dem Buch mit Fotos von Christoph Rau präsent. (bad)

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